DE:
Mein Leben über habe ich mich an unterschiedlichen Parteien und politischen Projekten betätigt. Gegen 2009 bin ich den Piraten beigetreten, war während der sog. „Flüchtlingswelle“ nach dem Beginn des syrischen Bürgerkriegs bei den Abschiebewachen und Antiabschiebe-Demos, habe vor allem gegen Ende meines Masterstudiums viel Engagement bei DiEM25 eingebracht (war einer de Co-Wahlkampfchefs in Berlin während der Europawahl 2019). Im Augenblick bin ich bei der „Letzten Generation vor den Klimakipppunkten“ und anderen ökologischen Bewegungen aktiv und sehe zu, noch darüber hinaus andere aktivistische Projekte anzufangen, etwa in Richtung von feministischer, queerer und pro-transexueller aktivistischer Politik. Gemeinsam mit anderen Intellektuellen aus der Klimabewegung habe ich das Kolloquium und die Zeitschrift Rückenwind gegründet, welche anstrebt, Kunst, Geisteswissenschaften und Philosophie zur Unterstützung des demokratischen Widerstands gegen den Klimakollaps zu tätigen. Inzwischen versuche ich gezielt Philosophie zu den politischen Projekten zu produzieren, an denen ich mich beteilige, und auch umgekehrt mich an den politischen Projekten zu beteiligen, die ich aus philosophischen oder „theoretischen“ Gründen unterstütze oder interessant finde (vgl. auch mein Vorbegriff der Philosophie). Das Durchbrechen der Mauer zwischen Theorie und Praxis, Theorie und Wissenschaft, Universität und Gesellschaft und der darin implizierten Arbeitsteilung und Hierarchie ist für mich zentral. Ich glaube nicht, dass Philosophie ohne Politik die Wahrheit der eigenen Zeit, die Möglichkeit zur Befreiung finden kann, davon sind die angeblich objektiven politischen Theorien der losgelösten Universitätsprofessoren Zeugnis genug. Die tätige Politik ist deswegen die Quelle der Wahrheit, weil sie konkret bestätigt, was die (Natur-)Wissenschaft und das aufgeklärte Weltbild zeigt: Dass die Welt beherrscht werden kann, dass die materiell ist, das nichts heilig ist, das es keine Regel gibt, die nicht gesellschaftlich verändert werden kann, dass sie ein Ergebnis von politischen Kräftespielen ist. Im Enthusiasmus des politischen Handelns verflüssigen sich die Dinge, hören auf, ihr geisterhaftes, übermenschliches Eigenleben zu haben, mehr als in jedem anderen praktischen Tun. So überragt die Politik auch jede alltägliche und singuläre Erfahrung dieser Verflüssigung in der Praxis (wie etwa im Privatleben, dem Berufsleben, wenn man dort zum Handeln ansetzt), die ständig vor endgültig unabänderlichen gesellschaftlichen Sachzwängen steht, die eine zweite, übermenschliche Natur zu bilden scheinen. Gibt es eine Blockade der Politik, wird auch die Welt in dieser Rücksicht scheinbar „immateriell“ und „übermenschlich“ und insofern zum Widerspruch zum Materialismus. Heute gibt es genau dies, eine Blockade der Politik, sodass im ganzen die kapitalistische Welt ein geisterhaftes Eigenleben erhält, durch die man politisch erst hindurchbrechen muss, und deren ideologische Gespenster kritisiert werden müssen; die wenigen Ausnahmen dazu, wo noch Menschen Kraft zum Widerstand haben, sind aber die Quelle der heutigen politischen wie philosophischen Wahrheit.
Was meine wissenschaftlichen Interessen betrifft, habe ich mich neben der Philosophie, die ich regulär studiert habe, insbesondere mit der Mathematik und der Psychoanalyse befasst, überdies auch mit den Grundlagen der newtonschen Physik und der Klimaforschung. In der Mathematik interessiert mich vor allem die Kategorientheorie, die Mengenlehre, die algebraische Geometrie, Analysis und Topologie. Künftig möchte ich mich mit der Homotopy-Type-Theory (als Ausdruck ∞-1-Kategorienlehre) beschäftigen, der Hodge-Vermutung und den Beweisen der Weil-Theoreme durch Grothendieck und die verschiedenen Kohomologien. In der Physik möchte ich vielleicht bald versuchen, mir die spezielle Relativitätstheorie anzusehen um einen philosophischen Naturbegriff zu entwickeln, welcher den nichteuklidischen Räumen, der Unmöglichkeit des Erreichens der Lichtgeschwindigkeit und der Äquivalenz von Masse und Energie E=mc^2 entspricht und damit zum Ausdruck bringt, dass wir Menschen im Sonnensystem mehr oder minder „gefangen“ sind. In der Psychoanalyse habe ich vor allem Freud, Klein und Kohut gelesen und möchte mir nun Lacan aneignen. Geschichte und Ökonomie finde ich auch interessant und habe sie auch teilweise intensiv studiert, auf diese Felder komme ich auch immer wieder zurück. Ich habe Ökonomen und Historiker in der Familie, sodass ich über diese Themen, wenn ich mich auch nicht direkt damit befasste, eine gewisse Halbahnung besitze. Ohne einen Bezug zu aktuellen Wissenschaften und ihren Lösungen, etwa der Mengenlehre, der Kategorientheorie, der Analysis, der Klimaforschung usw. sehe ich auch nicht kommen, dass Philosophie eine Zukunft haben kann. Die Wissenschaft ist die Erdnung der Philosophie, in welcher Variante sie immer auch funktionieren mag – als Wissenschaftstheorie, Naturphilosophie und Ontologie sowieso, aber auch in Rücksicht auf die politische Philosophie, die Philosophie der Liebe und der Kunst gibt es keinen Weg an dieser Fundierung vorbei. Auch muss Philosophie selbst, wenn sie auch eine deutliche Freiheit der Interpretation hat, eine gewisse Aufrichtigkeit wahren, die man als gute Philologie betrachten könnte. Nur wer sagen kann, was da steht, kann dann infolgedessen auch dazu übergehen, zu interpretieren; und das erste ist tatsächlich eine Frage der Philologie. Die Spannung zwischen beiden ist letztlich eine der Kommunikation, d.i. in wie weit man dem Leser und Zuhörer vermitteln kann, was als Interpretation und was als Darstellung intendiert ist, was zuletzt auch vom Bildungsgrad des Zuhörers abhängt. Nur so kann verhindert werden, dass eine Interpretation als Täuschung oder unwissenschaftliche Irreführung über einen Autoren empfunden wird. Wenn Lacan sagt, Platons Staat sei eine Pferdezucht, ist dies eine Interpretation, und keine Täuschung – was natürlich diejenigen wissen, welche Platons Staat gelesen haben.
Im Augenblick entwickle ich eine große Begeisterung für französische Literatur, überdies habe ich seit jeher großes Interesse an klassischer (insbesondere romantischer und neuer) und elektronischer Musik (insbesondere Industrial, Techno und Psytrance). Das malen von Bildern und das Interesse an bilderner Kunst begleitet mein ganzes Leben, allerdings habe ich gezielt gewählt, dies nicht zu meinem Beruf zu machen.
FR:
Tout au long de ma vie, je me suis engagé dans différents partis et projets politiques. J’ai rejoint les Pirates vers 2009, j’ai participé aux manifestations contre les expulsions et aux veillées pendant la « vague de réfugiés » qui a suivi le début de la guerre civile en Syrie, et je me suis beaucoup engagé auprès de DiEM25, surtout vers la fin de mon master (j’étais l’un des co-directeurs de campagne à Berlin pendant les élections européennes de 2019). Actuellement, je suis actif au sein du mouvement « Letzte Generation vor den Klimakipppunkten » (Dernière génération avant les points de basculement climatiques) et d’autres mouvements écologiques, et j’envisage de me lancer dans d’autres projets militants, notamment dans le domaine de la politique militante féministe, queer et pro-transsexuelle. Avec d’autres intellectuels du mouvement climatique, j’ai fondé le colloque et la revue Rückenwind, qui vise à mettre l’art, les sciences humaines et la philosophie au service de la résistance démocratique contre l’effondrement climatique. Entre-temps, j’essaie de produire de manière ciblée de la philosophie pour les projets politiques auxquels je participe, et inversement, de participer aux projets politiques que je soutiens ou que je trouve intéressants pour des raisons philosophiques ou « théoriques » (cf. également ma conception préalable de la philosophie). Il est pour moi essentiel de briser le mur entre théorie et pratique, théorie et science, université et société, ainsi que la division du travail et la hiérarchie qui y sont implicites. Je ne crois pas que la philosophie puisse, sans la politique, trouver la vérité de son époque, la possibilité de se libérer. Les théories politiques prétendument objectives des professeurs d’université déconnectés en sont la preuve suffisante. La politique active est la source de la vérité, car elle confirme concrètement ce que la science (naturelle) et la vision éclairée du monde montrent : que le monde peut être dominé, qu’il est matériel, que rien n’est sacré, qu’il n’y a pas de règle qui ne puisse être modifiée socialement, qu’il est le résultat de jeux de forces politiques. Dans l’enthousiasme de l’action politique, les choses se fluidifient, cessent d’avoir leur vie propre fantomatique et surhumaine, plus que dans toute autre activité pratique. Ainsi, la politique surpasse toute expérience quotidienne et singulière de cette fluidification dans la pratique (comme dans la vie privée, la vie professionnelle, lorsque l’on passe à l’action), qui est constamment confrontée à des contraintes sociales définitivement immuables qui semblent former une seconde nature surhumaine. S’il y a un blocage de la politique, le monde devient lui aussi « immatériel » et « surhumain » à cet égard, et donc en contradiction avec le matérialisme.
Aujourd’hui, c’est exactement ce qui se passe : un blocage politique, de sorte que le monde capitaliste dans son ensemble acquiert une vie propre fantomatique, qu’il faut d’abord briser politiquement et dont les spectres idéologiques doivent être critiqués ; les rares exceptions, où des personnes ont encore la force de résister, sont cependant la source de la vérité politique et philosophique actuelle.
En ce qui concerne mes intérêts scientifiques, outre la philosophie, que j’ai étudiée de manière régulière, je me suis particulièrement intéressé aux mathématiques et à la psychanalyse, ainsi qu’aux fondements de la physique newtonienne et à la recherche climatique. En mathématiques, je m’intéresse principalement à la théorie des catégories, à la théorie des ensembles, à la géométrie algébrique, à l’analyse et à la topologie. À l’avenir, j’aimerais m’intéresser à la théorie des types homotopiques (en tant qu’expression de la théorie des catégories ∞-1), à la conjecture de Hodge et aux preuves des théorèmes de Weil par Grothendieck et aux différentes cohomologies. En physique, je voudrais peut-être bientôt m’intéresser à la théorie de la relativité restreinte afin de développer une conception philosophique de la nature qui corresponde aux espaces non euclidiens, à l’impossibilité d’atteindre la vitesse de la lumière et à l’équivalence entre masse et énergie E=mc^2, et qui exprime ainsi le fait que nous, les humains, sommes plus ou moins « prisonniers » du système solaire. En psychanalyse, j’ai surtout lu Freud, Klein et Kohut, et je souhaite maintenant m’intéresser à Lacan. Je trouve également l’histoire et l’économie intéressantes, je les ai étudiées de manière approfondie et je reviens régulièrement sur ces domaines. J’ai des économistes et des historiens dans ma famille, ce qui me permet d’avoir une certaine intuition sur ces sujets, même si je ne m’y suis pas directement intéressé. Sans lien avec les sciences actuelles et leurs solutions, telles que la théorie des ensembles, la théorie des catégories, l’analyse, la recherche climatique, etc., je ne vois pas comment la philosophie pourrait avoir un avenir. La science est le fondement de la philosophie, quelle que soit la forme sous laquelle elle se présente : théorie scientifique, philosophie naturelle et ontologie bien sûr, mais aussi philosophie politique, philosophie de l’amour et de l’art, il n’y a pas moyen de contourner ce fondement. Même si elle dispose d’une grande liberté d’interprétation, la philosophie doit elle-même conserver une certaine sincérité, que l’on pourrait considérer comme une bonne philologie. Seul celui qui peut dire ce qui est écrit peut ensuite passer à l’interprétation ; et la première étape est en fait une question de philologie. La tension entre les deux est finalement une question de communication, c’est-à-dire dans quelle mesure on peut transmettre au lecteur et à l’auditeur ce qui est destiné à être interprété et ce qui est destiné à être présenté, ce qui dépend en fin de compte du niveau d’éducation de l’auditeur. C’est la seule façon d’éviter qu’une interprétation soit perçue comme une tromperie ou une désinformation non scientifique à propos d’un auteur. Lorsque Lacan dit que l’État de Platon est un élevage de chevaux, il s’agit d’une interprétation et non d’une tromperie, ce que savent bien sûr ceux qui ont lu L’État de Platon.
En ce moment, je développe un grand enthousiasme pour la littérature française, et j’ai toujours été très intéressé par la musique classique (en particulier romantique et moderne) et électronique (en particulier industrielle, techno et psytrance). La peinture et l’intérêt pour les arts visuels m’accompagnent depuis toujours, mais j’ai délibérément choisi de ne pas en faire mon métier.
EN:
Throughout my life, I have been involved in various political parties and political projects. Around 2009, I joined the Pirate Party; during the so-called “refugee wave” following the start of the Syrian civil war, I took part in deportation vigils and anti-deportation demonstrations; and, particularly towards the end of my Master’s degree, I was heavily involved with DiEM25 (I was one of the co-campaign managers in Berlin during the 2019 European elections). At the moment, I am active with “Last Generation Before the Climate Tipping Points” and other environmental movements, and I am looking to get involved in other activist projects as well, particularly in the areas of feminist, queer and pro-trans activist politics. Together with other intellectuals from the climate movement, I founded the colloquium and the journal Rückenwind, which aims to engage with art, the humanities and philosophy in support of democratic resistance against climate collapse. Meanwhile, I am making a conscious effort to produce philosophy for the political projects in which I am involved, and conversely to participate in political projects that I support or find interesting for philosophical or “theoretical” reasons (see also my Preliminary Concept of Philosophy). Breaking down the wall between theory and practice, theory and science, university and society, and the division of labour and hierarchy implied therein is central to me. I do not believe that philosophy, without politics, can find the truth of its own time or the possibility of liberation; the supposedly objective political theories of detached university professors bear sufficient witness to this. Active politics is the source of truth because it concretely confirms what (natural) science and the Enlightened worldview demonstrate: that the world can be mastered, that it is material, that nothing is sacred, that there is no rule that cannot be changed by society, that it is the result of political power struggles. In the enthusiasm of political action, things become fluid, ceasing to have their ghostly, superhuman life of their own, more so than in any other practical activity. Thus, politics also towers above every everyday and singular experience of this liquefaction in practice (such as in private life or professional life, when one sets out to act there), which is constantly confronted with definitively immutable social constraints that seem to form a second, superhuman nature. If there is a political deadlock, the world too, in this respect, appears ‘immaterial’ and ‘superhuman’ and thus becomes a contradiction to materialism. Today, this is precisely the case: there is a political deadlock, so that the capitalist world as a whole takes on a ghostly life of its own, through which one must first break politically, and whose ideological spectres must be criticised; the few exceptions to this, where people still have the strength to resist, are, however, the source of today’s political and philosophical truth.
As for my academic interests, in addition to philosophy, which I studied as my main subject, I have focused in particular on mathematics and psychoanalysis, as well as the foundations of Newtonian physics and climate research. In mathematics, I am particularly interested in category theory, set theory, algebraic geometry, analysis and topology. In future, I would like to explore homotopy type theory (as an expression of ∞-1-category theory), the Hodge conjecture and the proofs of the Weil theorems by Grothendieck, as well as the various cohomologies. In physics, I might soon try to look into the special theory of relativity in order to develop a philosophical concept of nature that corresponds to non-Euclidean spaces, the impossibility of reaching the speed of light, and the equivalence of mass and energy E=mc²—and thus expresses the fact that we humans are more or less ‘trapped’ within the solar system. In psychoanalysis, I have mainly read Freud, Klein and Kohut and would now like to familiarise myself with Lacan. I also find history and economics interesting and have studied them intensively to some extent; I keep returning to these fields. I have economists and historians in my family, so even if I haven’t dealt with these topics directly, I have a certain familiarity with them. Without a connection to current sciences and their solutions—such as set theory, category theory, analysis, climate research, and so on—I cannot see how philosophy can have a future. Science is the grounding of philosophy, in whatever form it may function – as the philosophy of science, natural philosophy and ontology, of course, but also with regard to political philosophy, the philosophy of love and art; there is no way round this foundation. Furthermore, philosophy itself, whilst possessing a clear freedom of interpretation, must maintain a certain sincerity that could be regarded as good philology. Only those who can say what is written there can consequently move on to interpreting; and the former is indeed a question of philology. The tension between the two is ultimately one of communication, i.e. the extent to which one can convey to the reader and listener what is intended as interpretation and what as representation, which ultimately also depends on the listener’s level of education. Only in this way can one prevent an interpretation from being perceived as deception or unscientific misrepresentation of an author. When Lacan says that Plato’s Republic is a horse farm, this is an interpretation, and not deception – which, of course, is known to those who have read Plato’s Republic.
At the moment, I am developing a great enthusiasm for French literature; moreover, I have always had a keen interest in classical (particularly Romantic and modern) and electronic music (particularly industrial, techno and psytrance). Painting and an interest in the visual arts have been a part of my life for as long as I can remember, though I have deliberately chosen not to make this my profession.
ES:
A lo largo de mi vida he participado en diferentes partidos y proyectos políticos. Hacia 2009 me uní al Partido Pirata, participé en las vigilancias contra las deportaciones y en las manifestaciones contra las expulsiones durante la llamada «oleada de refugiados» tras el inicio de la guerra civil siria, y me comprometí mucho con DiEM25, sobre todo hacia el final de mi máster (fui uno de los codirectores de campaña en Berlín durante las elecciones europeas de 2019). Actualmente participo activamente en «Letzte Generation vor den Klimakipppunkten» y otros movimientos ecologistas, y estoy buscando iniciar otros proyectos activistas, por ejemplo, en el ámbito de la política activista feminista, queer y pro-trans. Junto con otros intelectuales del movimiento climático, he fundado el coloquio y la revista Rückenwind, cuyo objetivo es utilizar el arte, las humanidades y la filosofía para apoyar la resistencia democrática contra el colapso climático. Actualmente intento producir filosofía específicamente para los proyectos políticos en los que participo y, a la inversa, participar en los proyectos políticos que apoyo o que me parecen interesantes por razones filosóficas o «teóricas» (véase también mi Concepto previo de la filosofía). Para mí es fundamental romper el muro entre teoría y práctica, teoría y ciencia, universidad y sociedad, así como la división del trabajo y la jerarquía que ello implica. No creo que la filosofía pueda encontrar, sin la política, la verdad de su propio tiempo ni la posibilidad de liberación; de ello dan fe las supuestas teorías políticas objetivas de los profesores universitarios desconectados de la realidad. La política activa es, por tanto, la fuente de la verdad, porque confirma de manera concreta lo que muestran las ciencias (naturales) y la cosmovisión ilustrada: que el mundo puede ser dominado, que es material, que nada es sagrado, que no hay ninguna norma que no pueda ser modificada socialmente, que es el resultado de juegos de poder políticos. En el entusiasmo de la acción política, las cosas se fluidifican, dejan de tener su vida propia fantasmal y sobrehumana, más que en cualquier otra actividad práctica. Así, la política también supera cualquier experiencia cotidiana y singular de esta fluidez en la práctica (como, por ejemplo, en la vida privada o en la vida profesional, cuando se emprende la acción en esos ámbitos), que se enfrenta constantemente a limitaciones sociales definitivamente inalterables, que parecen formar una segunda naturaleza sobrehumana. Si se produce un bloqueo de la política, el mundo también se vuelve, en este sentido, aparentemente «inmaterial» y «sobrehumano» y, en esa medida, una contradicción del materialismo. Hoy en día existe precisamente esto, un bloqueo de la política, de modo que, en su conjunto, el mundo capitalista adquiere una vida propia fantasmal, a través de la cual primero hay que abrirse paso políticamente y cuyos fantasmas ideológicos deben ser criticados; las pocas excepciones a esto, donde las personas aún tienen fuerzas para resistir, son, sin embargo, la fuente de la verdad política y filosófica actual.
En cuanto a mis intereses científicos, además de la filosofía, que estudié de forma reglada, me he dedicado especialmente a las matemáticas y al psicoanálisis, así como a los fundamentos de la física newtoniana y a la investigación climática. En matemáticas me interesan sobre todo la teoría de categorías, la teoría de conjuntos, la geometría algebraica, el análisis y la topología. En el futuro me gustaría ocuparme de la teoría de tipos de homotopía (como expresión de la teoría de categorías ∞-1), la conjetura de Hodge y las demostraciones de los teoremas de Weil por Grothendieck, así como de las diversas cohomologías. En Física, quizá pronto intente abordar la teoría de la relatividad especial para desarrollar un concepto filosófico de la naturaleza que se ajuste a los espacios no euclidianos, a la imposibilidad de alcanzar la velocidad de la luz y a la equivalencia entre masa y energía E=mc² y que, con ello, exprese que los seres humanos estamos más o menos «atrapados» en el sistema solar. En el ámbito del psicoanálisis, he leído sobre todo a Freud, Klein y Kohut, y ahora me gustaría familiarizarme con Lacan. También me interesan la historia y la economía, y las he estudiado en parte de forma intensiva; además, siempre vuelvo a estos campos. Tengo economistas e historiadores en la familia, por lo que, aunque no me haya ocupado directamente de estos temas, poseo cierta familiaridad con ellos. Sin una relación con las ciencias actuales y sus soluciones, como la teoría de conjuntos, la teoría de categorías, el análisis, la investigación climática, etc., tampoco veo posible que la filosofía pueda tener un futuro. La ciencia es la base de la filosofía, sea cual sea la variante en la que esta funcione: como teoría de la ciencia, filosofía de la naturaleza y ontología, por supuesto, pero también en lo que respecta a la filosofía política, la filosofía del amor y del arte, no hay forma de eludir este fundamento. Además, la filosofía misma, aunque goce de una clara libertad de interpretación, debe mantener una cierta sinceridad que podría considerarse como buena filología. Solo quien puede decir lo que ahí está escrito puede, en consecuencia, pasar a interpretar; y lo primero es, de hecho, una cuestión de filología. La tensión entre ambos es, en última instancia, una cuestión de comunicación, es decir, hasta qué punto se puede transmitir al lector y al oyente lo que se pretende como interpretación y lo que como representación, lo que, en última instancia, depende también del nivel de formación del oyente. Solo así se puede evitar que una interpretación se perciba como un engaño o una inducción a error no científica sobre un autor. Cuando Lacan dice que La República de Platón es una cría de caballos, se trata de una interpretación, y no de un engaño —lo cual, por supuesto, saben quienes han leído La República de Platón.
En este momento estoy desarrollando un gran entusiasmo por la literatura francesa; además, siempre he tenido un gran interés por la música clásica (especialmente la romántica y la moderna) y la música electrónica (especialmente el industrial, el techno y el psytrance). La pintura y el interés por las artes plásticas me han acompañado toda la vida, aunque he decidido deliberadamente no convertirlo en mi profesión.