Während der Erarbeitung meiner Promotion zur Kritik an Badiou (mein Projekt 3, das Zentrale Projekt, um das alles gruppiert ist) kamen mir, aufgenötigt durch bestimmte politische Verschiebungen, einer dramatischen Zuspitzung des politischen Weltzustandes unter den kapitalistischen Bedingungen einige philosophische Ideen, die ich nicht mehr fallen lassen konnte, und die mir wahrer schienen, als was es im allgemeinen sonst an Universitäten und in den Medien, im rechten wie linken Spektrum an ideologisch-politischen Formationen präsentiert wird. Durch den allgemeinen Wandel des Zeitgeistes durch Corona fort vom „Antiautoritarismus“, dem absehbaren Überschreiten des 1,5 Grad Ziels und damit dem Durchbruch in die Klimakipppunkte, sowie meinem Engagement in der Umweltschutzbewegung sah ich im angesammelten Material zu Badiou und der Geschichte der Philosophie die Möglichkeit, aus Badiou ein neues Verständnis der Zeit und der in ihr dringlichen und zugleich nur eingeschränkt wahren politischen Prozesse zu gewinnen. Dieses „neue Verständnis“ war aber nur durch einen Bruch und einer Perspektivverschiebung im Inneren des von Badiou gedachten Systems möglich, welches ich – gerade durch seine Hypostasis der Werte von 68 für die heutige Zeit als fundamental explanatorisch wiederfand; ein Bruch, der zugleich über die Umweltthematik hinaus noch 2 weitere Perspektiven (auf die Queer-Politik/Feminismus/Antirassismus, den Transhumanismus) zu eröffnen schien, wie sich nach der Abfassung des 1800 Seiten langen „Das Kapitalozän denken“ ergab, das sich nur auf die Umwelthematik konzentrierte. Diesem Gedanken treu folgend, sei hier diese Nebenfrucht meiner Promotion präsentiert, die als Projekt der Liminal-Philosophie gefasst sein soll. Diese entstand aus dem gesammelten Material der Doktorarbeit (und gerade auch meiner endlosen Studien während der Corona-Zeit in Quarantäne), zugleich aber auch, um deren Verständnis zu vertiefen und überhaupt erst zu ermöglichen, welches eben notwendig zeitgebunden ist. Wer heute über Wissenschaft und ihr Verhältnis zur Politik nachdenkt, kann nicht ignorieren, wie sie in der ökologischen Krise mit Füßen getreten wird, von den Politikern, den Unternehmen, den vermeindlich ökologischen Philosophen, den linksliberalen Ideologien des Bildungsbürgertums, den Marxisten und dann zuletzt auch Badiou selbst, der die Klimaforschung in seinen Schriften fast für eine Art bürgerliche Verschwörung hält.
In dem hier vorliegenden Text soll der Entwurf, das Programm, die Skizze der Liminal-Philosophie vorgestellt werden, das mein erstes Hauptprojekt zum Verständnis unserer Zeit aus Badiou und gegen Badiou – hin zu einer ontologischen, speziell platonischen, post-cohenschen Liminal-Philosophie, mit der es möglich ist einen – beinahe wahren Begriff unserer Zeit zu bilden, einen letzten metaphysischen Mythos herausgestellt werden kann, d.i. unserer Zeit nach dem sicheren Überschreiten des 1,5 Grad Ziels und dem Aufstieg der neuen Rechten, dem Brexit, Trump und der jüngsten Asylwende, in welche die heutigen politischen Prozesse getaucht sind. „Liminal“ im Sinne des Übergangs oder der Grenze, einerseits 1., weil wir selbst in einer Epoche des Übergangs stehen, inwiefern unsere politischen Systeme und Ideen allesamt an der ökologischen Krise gescheitert sind, andererseits 2. weil die Liminal-Philosophie keine richtige Philosophie (im Sinne von Badiou) ist, sondern das Scheitern bisheriger Philosophie feststellt, einige „Reste“ zur Defensive behält und auf eine neue vorweist, die mit einer neuen Politik erst auftauchen könnte. Die Liminal-Philosophie ist nicht nur ein „Erzeugnis“ aus Badiou, sondern zugleich die Kritik seiner Überzeugung, er habe hier „unsere Zeit“ vollständig getroffen – ich beanspruche, rein immanent von seinen Voraussetzungen her trifft die Liminal-Philosophie unsere Zeit besser; zugleich zeige ich damit aber auch, dass Badiou (als Hypostase von 68, der letzen großen Revolution) tatsächlich der Hegel unserer Zeit ist – es ist eine Aktualisierung, Kritik und Bewährung in einem. Die Rechte ist demgegenüber die Negation davon, die Trägheit in den Meinungen, der Sinnlichkeit, den Machtstrukturen, vielleicht auch der herrschaftserhaltenden Religion. Die Liminal-Philosophie kann daher natürlicherweise auch als Bewältigung der philosophischen Konfliktlinien der gegenwärtigen „Mosaiklinken“ gefasst werden, also der epistemologischen, normativ-politischen und weltanschaulichen Spannungen zwischen Umwelt- Identitäts- und Klassenpolitik und ein möglicher „Vorschlag“ ihrer weltanschaulichen Reformation bzw. ein Aufweis ihrer jüngeren Tendenzen. Jetzt wo alles niedergeht, insbesondere in Deutschland, dem Land der zerstörerischen Verbrennermotoren und des Vergangenheitsbewältigungssendungsbewusstseins, verliert man das Gefühl dafür, was eigentlich links war und ist (also der Aufklärung und ihrer Politisierung entspricht). Die allgemeine Ideologie aus alten philosophischen Gedanken fügt sich hier mit dem staatlichen, privaten und sozialen Infotainment und den losen Gedanken des Bildungsbürgertums zusammen, und muss in Frage gestellt werden. Die Liminal-Philosophie sammelt mit und gegen Badiou also die avandgardistischen Antworten auf die gegenwärtige Krise der Linken / der von Aufklärung ausgehender Politik, die gegenüber dem Überschreiten des 1,5 Grad Ziels und der neuen Rechten noch nie so schwach und noch nie so notwendig war, uns führt sie zu einem System zusammen. Das ist natürlich nur ein philosophischer Eingriff, der keine politische Strategie oder Anweisung sein kann, die Allgemeinheit, die beansprucht wird, liegt ganz woanders, und richtet sich gegen andere Philosophie, z.B. die Postmoderne, die liberalistische kritische Theorie, die religiöse Verflachung des Erbes von Badiou durch Meillassoux. Auch wenn dieser Effekt beabsichtigt ist, darf die Philosophie nicht der gefährlichen Tendenz verfallen, bloße Dienstmagd der Politik oder – nach Althusser „des Klassenkampfes“ zu werden, und sich jedem möglichen Bündnis oder jeder politischen Empfindlichkeit anzubiedern, distanzlos die Meinung der Politik und der Arbeiter wiedergeben, das würde in einem Desaster der Politik enden. Vielmehr muss die Philosophie, wie Badiou und Althusser sagen, auch stets andere Bedingungen haben, denen sie sich unterwirft – die Philosophie ist nur als ein Flittchen unabhängig, welches sich mehreren Wahrheiten, mehreren Herrinen hingibt und unterwirft, also der Wissenschaft, der Politik, der Liebe, der Kunst. Das heißt hier konkret: Die Liminal-Philosophie wird die Wissenschaften (Mathematik, Physik, Klimaforschung, Biologie, Genderforschung, Geschichte, Psychoanalyse etc.) als gleichwertigen Bezugspunkt zur Politik nehmen, sie erfassen und systematisieren, und dasselbe auch mit gegenwärtigen Formen der Kunst und der Liebe tun, dann zuletzt die Geschichte der Philosophie, sodass es da auch einen Einspruch gegen die faktische Politik gibt. Damit „erzeugt“ sie eine neue Philosophie, die eine Politik auf ihren Realismus und ihre Einsicht in die eigene Zeit hin überprüft; dieser politische Effekt ist aber nicht ihr primäres Ziel, sondern ihr Ziel ist (wie bei aller Philosophie) die Kohärenz und Kompossibilität zwischen den Wahrheitsprozessen. So folgt also eine mögliche, zeitgebundene Einheit der Linken aus der Einheit der Philosophie, wenn diese selbst in der faktischen Bündnispolitik vielleicht gar nicht existiert. Es ist ein Rettungsversuch während des allgemeinen Einsturzes, wie ein Fallschirm, der den Aufschlag abfedert, nicht unähnlich der politischen Bewegungen, auf die sie sich bezieht. Dabei ist aber klar: Sie kann und soll nicht kommandieren, die Praxis und ihre Bewährung steht über jeder philosophischen Theorie und Auseiandersetzung und suche nach Kohärenz. Faktisch verstößt reale Politik ständig gegen philosophische Ideen und das ist auch gut so. Die Philosophie kann nur vorausblickend weltanschauliche Hürden nehmen, damit sich die Politik freier weiterbewegen kann und wird ständig von der Wirklichkeit eingeholt. Materialistische Philosophe heißt, dass sie sich ständig neu anpassen muss, nicht umgekehrt die Politik an die Philosophie. Linke Philosophie ist eine Art Sediment oder Spur, die durch die linke, emanzipative Politik im Schnee (dem allgemeinen Denken) hinterlässt.
Hervorzuheben ist: Die Liminal-Philosophie ist nicht „die Wahrheit“, sondern eine tiefere, beinahe den Schein aufhebende Schicht des (durch den destruktiven Kapitalismus und seine anscheinende Unüberwindlichkeit erzeugten) Verblendungszusammenhangs, welcher einem etwa in einem globalen, durch den Klimawandel ausgelösten Generalstreik, einem revolutionär aufbegehrenden Handeln unmittelbar vorausgeht. Die Liminal-Philosophie wäre, in den Worten Benjamins, noch ein Kaleidoskop, insofern der falsche Eindruck einer immerwährenden Katastrophe, so wie auch ihre allgemeine Stimmung die des skeptischen Trübsinns ist, die politischen Prozesse, auf die sie sich stützt, sind so der trübsinnigen Revolte von Blanqui ähnlich. Das ist am einzelnen Problemzusammenhang zu zeigen: In der ökologischen Krise gleicht das menschliche Bewusstsein heute einer Schlafstarre in einem brennenden Haus: Wir verstehen die Situation mittels der theoretischen, wissenschaftlichen Vernunft, wir sehen dass es alternativen zum Kollaps gab uns gibt, uns fehlt aber die Praxis, d.i. wir wissen noch nicht, wie weiter, auch wenn jedes Quantum Aktivismus hilft um den Untergang abzubremsen. In der Sache der Queer-Politik und des Feminismus kennen wir die Lage und die Praxis, aber kämpfen gegen eine unendlich aufschäumende Welle des wiederaufkommenden Patriarchats an, der durch den Kapitalismus ständig wiederaufgeworfen wird, diese Arbeit gleicht der des Sysiphos. Der Trumpismus ist nur die hässlichste Fratze des heute überall aufschäumenden Faschismus, es ist ein allgemeines und globales Phänomen, das alle vergangen geglaubten Gespenster wiedererweckt. Die heutige Umwelt-Politik und Politik der Befreiung der Liebe sind als Tätigkeiten beide Folgen der Verhaftung im Denken des 20. Jahrhunderts, insbesondere der 68 erwachsenen Wahrheiten, die nun, in der aufkommenden Welle regressiven Gedankenguts, zu „unverhandelbaren“ und „überpositiven“ Momenten aktiver Vernunft werden. Beides – die grüne Politik, die Queer-Politik als Schutzwall gegen den bloßen Rückfall muss irgendwie überwunden werden, wir müssen im brennenden Haus erwachen und die Herren des Tarators zu entmachten, die uns in die Plackerei treiben, also die Wirtschafts- Politik- und Bildungselite. Zur dialektischen Kritik, zur bestimmten Negation, was an diesen sich erhebenden Gedanken anknüpft, ist Badiou unserer Zeit noch „zu fern“, daher ist die Liminal-Philosophie nicht nur eine „Berichtigung“ und „Bewährung“ an Badiou und eine Erfassung des Denkens unserer Zeit, sondern auch das Vehikel, um sich dieser gedanklichen Leiter in die Realität und unserer trübsinnigen Zeit selbst tatsächlich zu entledigen. Das schließt auch ein, dass die neuen kollektivistischen linken Politiken, welche die Liminal-Philosophie setzt und befürwortet, ihre Endlichkeit, Blindheit oder Zeitgebundenheit haben und bei einer Kritik der Liminal-Philosophie überwunden werden müssten, das liegt aber auch dieser Bewegung selbst inne, es ist das Mythische, das darin aufzieht und irgendwann zur Repulsion führt. Der Versuch, die Liminal-Philosophie zu Papier zu bringen ist auch der Versuch, die Grenzen, Einseitigkeiten, aber auch der gesellschaftlich-politischen Notwendigkeit dieser Weltsicht zu begreifen, in welche das linke Denken der heutigen Zeit hineingerät, wenn es aufmerksam in die Epoche hineinhorcht. Es ist von Angst, Trübsinn und Mutlosigkeit geprägt, der Angst vor der Masse, das ist unser Kaleidoskop. Sie ist ein ausgezeichnetes Phänomen von heute. Es kann sich durch den Begriff nicht ändern, nur durch einen Wandel der Lage im Ganzen.

Wie in diesem Beitrag dargestellt, besteht die Liminal-Philosophie mutmaßlich aus 3 Teilen, die alle jeweils eine linksradikale, aber noch nicht die Machtverhältnisse aufhebende „Orientierung“, sowie jeweils eine unabgeschlossene, im Nichts mündende „Große Erzählung“ darstellen, die aus der Postmoderne bzw. der Welt ohne Wahrheiten herausführen bzw. aufweisen, dass wir uns bereits in einer Welt voller aktiver Wahrheiten befinden (vor allem die globale Linke und ihre jüngeren Erscheinungen seit dem Aufkommen der neuen Rechten). Diese Geschichten werden durch die Liminal-Philosophie „erzeugt“, sind aber keine willkürliche, sondern den politischen Prozessen der neuen Linken „extrahierte“, implizit enthaltene Erzählung, die mit ihrer Konstitution aus der bisherigen Geschichte und ihrer Projektion der Zukunft oder besser ihrem Nicht-Projektieren der Zukunft zusammenfällt. Sie sind zugleich die „Wege des Subjekts“ der heutigen Zeit, mit dem sich die Möglichkeit zur Insurrektion, nämlich die „unterdrückte Mehrheit“ als das aufbegehrende Subjekt konstituiert oder besser: seinen endgültigen Niedergang aufzuhalten versucht:
1. Das Kapitalozän Denken – zum Verhältnis von Wissenschaft und Politik nach dem Überschreiten des 1,5 Grad Ziels, Ökologie und Kapitalismus -> Mündet in einem spezifischen Umweltaktivismus und kämpferischer Sozialdemokratie (abgeschlossen, als ein Epizyklus, um Badious theoretische Philosophie zu verstehen und in ihrer Bedeutung für heute auszumachen). Hier wird das aufbegehrende Subjekt hinsichtlich seiner temporalen und räumlichen Ferne vereinigt oder dessen Spaltung aufgehalten. Das Subjekt des Klimawandels, das unterdrückt wird und an die Macht gehört, sind die Klimaflüchtlinge, die eben für uns in der zeitlichen und räumlichen Ferne sind, eben diese Ferne ist, welche die Unterdrückung ermöglicht, dafür, dass sie nicht repräsentiert werden. Die Wissenschaft rückt diese Leute heran, indem sie die Kausalbeziehungen aufweist, und induziert dadurch einen neuen politischen Prozess.
2. Liebe und Politik – zum Verhältnis von Liebe und Politik, zum Feminismus, zur Queer-Politik, Antirassismus nach dem Aufstieg der neuen Rechten und ihre Basis im Kapitalismus (in Arbeit) -> Mündet in einem spezifischen Minoritarismus / einer Art Identitätspolitik und kämpferischer Sozialdemokratie (möchte ich zum tieferen Verständnis von Lacan, Deleuze und Butler, die ich für die Promotion brauche, ausarbeiten, sofern es die Zeit zulässt). Es geht darum, die Identitäten zu befreien, die durch die Familienstruktur nicht repräsentiert werden. Hier wird das aufbegehrende Subjekt hinsichtlich seiner inneren oder gesellschaftlichen Unterdrückung vereinigt oder besser dessen Fraktionierung aufgehalten.
3. Den Transhumanismus denken – Kunst und Politik – zum Transhumanismus unter kapitalistischen Bedingungen (in ferner Planung, wahrscheinlich erst nach der Promotion oder Habilitation. Noch keine Materialsammlung erfolgt).
FR:
Pendant la rédaction de ma thèse sur la critique de Badiou (mon projet 3, le projet central autour duquel tout s’articule), certains changements politiques et une aggravation dramatique de la situation politique mondiale dans le contexte capitaliste m’ont amené à développer certaines idées philosophiques que je ne pouvais plus abandonner et qui me semblaient plus vraies que ce qui est généralement présenté dans les universités et les médias, tant à droite qu’à gauche du spectre idéologique et politique. En raison du changement général de l’esprit du temps sous l’effet du coronavirus, loin de l’« antiautoritarisme », le dépassement prévisible de l’objectif de 1,5 degré et donc le franchissement des points de basculement climatiques, ainsi que mon engagement dans le mouvement de protection de l’environnement, j’ai vu dans les documents accumulés sur Badiou et l’histoire de la philosophie la possibilité de tirer de Badiou une nouvelle compréhension du temps et des processus politiques qui y sont urgents et en même temps seulement partiellement vrais. Cette « nouvelle compréhension » n’était toutefois possible qu’à travers une rupture et un changement de perspective au sein même du système pensé par Badiou, que j’ai trouvé fondamentalement explicatif pour notre époque, précisément en raison de son hypostase des valeurs de 68 ; une rupture qui semblait ouvrir deux autres perspectives (sur la politique queer/le féminisme/l’antiracisme, le transhumanisme) au-delà de la question environnementale, comme l’a montré la rédaction des 1800 pages de « Das Kapitalozän denken » (Penser le Capitalocène), qui se concentrait uniquement sur la question environnementale. Fidèle à cette idée, je présente ici le fruit secondaire de ma thèse, qui doit être considéré comme un projet de philosophie liminale. Il est issu du matériel rassemblé dans le cadre de ma thèse de doctorat (et notamment de mes études interminables pendant la période de quarantaine due au coronavirus), mais aussi dans le but d’approfondir sa compréhension et de la rendre possible, ce qui est nécessairement lié au temps. Quiconque réfléchit aujourd’hui à la science et à sa relation avec la politique ne peut ignorer à quel point elle est bafouée dans le contexte de la crise écologique, par les politiciens, les entreprises, les philosophes prétendument écologiques, les idéologies libérales de gauche de la bourgeoisie cultivée, les marxistes et enfin Badiou lui-même, qui considère dans ses écrits la recherche climatique comme une sorte de complot bourgeois.
Le présent texte a pour but de présenter le projet, le programme, l’esquisse de la philosophie liminale, mon premier projet majeur visant à comprendre notre époque à partir de Badiou et contre Badiou, pour aboutir à une philosophie liminale ontologique, spécifiquement platonicienne et post-cohensienne, qui permet de former une conception presque vraie de notre époque, un dernier mythe métaphysique peut être mis en évidence, à savoir notre époque marquée par le dépassement certain de l’objectif de 1,5 degré et la montée de la nouvelle droite, le Brexit, Trump et le récent revirement en matière d’asile, dans lesquels les processus politiques actuels sont plongés. « Liminal » au sens de transition ou de frontière, d’une part 1. parce que nous sommes nous-mêmes dans une époque de transition, dans la mesure où nos systèmes politiques et nos idées ont tous échoué face à la crise écologique, d’autre part 2. parce que la philosophie liminale n’est pas une véritable philosophie (au sens de Badiou), mais constate l’échec de la philosophie actuelle, en conservant quelques « vestiges » à des fins défensives et en en présentant une nouvelle qui pourrait émerger avec une nouvelle politique. La philosophie liminale n’est pas seulement un « produit » de Badiou, mais aussi une critique de sa conviction d’avoir parfaitement saisi « notre époque » – je prétends que, d’un point de vue purement immanent, la philosophie liminale correspond mieux à notre époque ; mais je montre ainsi également que Badiou (en tant qu’hypostase de 68, la dernière grande révolution) est en fait le Hegel de notre époque – c’est à la fois une actualisation, une critique et une mise à l’épreuve.
La « gauche » politique n’est (comme nous le verrons) rien d’autre que les Lumières scientifiques et la volonté de les rendre politiques, c’est-à-dire de ne laisser subsister aucune disposition ou règle positive qui ne résiste à une justification scientifique, et de tout le reste, de le transférer dans l’autodétermination. Mais cet objectif a toujours été aussi l’intérêt de la philosophie, qui s’est toujours engagée dans les Lumières et leur politisation. Il existe donc un lien intrinsèque entre la philosophie (audacieuse, tournée vers l’avenir, à la recherche de nouvelles vérités), qui remet en question les opinions, les habitudes, l’oppression, la résignation et la tradition, et la gauche. La philosophie exposera naturellement ce qui, selon la conception la plus courante, sont les idées les plus « gauchistes » ou les plus avancées d’une époque donnée. À l’inverse, ce qui met en avant les philosophies (naturellement différentes) d’une époque peut être considéré comme gauchiste. La droite, en revanche, en est la négation, l’inertie dans les opinions, la sensualité, les structures de pouvoir, peut-être aussi la religion qui maintient le pouvoir. La philosophie liminale peut donc naturellement être comprise comme une manière de surmonter les lignes de conflit philosophiques de la « gauche mosaïque » actuelle, c’est-à-dire les tensions épistémologiques, normatives, politiques et idéologiques entre les politiques environnementales, identitaires et de classe, et comme une « proposition » possible de réforme idéologique ou une démonstration de ses tendances récentes. Maintenant que tout s’effondre, en particulier en Allemagne, le pays des moteurs à combustion destructeurs et de la conscience missionnaire du travail de mémoire, on perd le sens de ce qui était et est réellement la gauche (c’est-à-dire ce qui correspond aux Lumières et à leur politisation). L’idéologie générale issue d’anciennes pensées philosophiques se confond ici avec l’infodivertissement étatique, privé et social et les idées vagues de la bourgeoisie cultivée, et doit être remise en question. La philosophie liminale rassemble donc, avec et contre Badiou, les réponses avant-gardistes à la crise actuelle de la gauche / de la politique issue des Lumières, qui n’a jamais été aussi faible et aussi nécessaire face au dépassement de l’objectif de 1,5 degré et à la nouvelle droite, et nous conduit à un système. Il ne s’agit bien sûr que d’une intervention philosophique, qui ne peut être une stratégie ou une directive politique. La généralité revendiquée se situe tout à fait ailleurs et s’oppose à d’autres philosophies, par exemple le postmodernisme, la théorie critique libérale, l’aplatissement religieux de l’héritage de Badiou par Meillassoux. Même si cet effet est intentionnel, la philosophie ne doit pas succomber à la tendance dangereuse de devenir la simple servante de la politique ou, selon Althusser, de la « lutte des classes », et de courtiser toute alliance ou sensibilité politique possible, de refléter sans distance l’opinion de la politique et des travailleurs, ce qui aboutirait à un désastre politique. Au contraire, comme le disent Badiou et Althusser, la philosophie doit toujours avoir d’autres conditions auxquelles elle se soumet – la philosophie n’est indépendante qu’en tant que prostituée qui se donne et se soumet à plusieurs vérités, plusieurs maîtresses, à savoir la science, la politique, l’amour, l’art. Concrètement, cela signifie ici : La philosophie liminale considérera les sciences (mathématiques, physique, climatologie, biologie, études de genre, histoire, psychanalyse, etc.) comme des points de référence équivalents à la politique, les enregistrera et les systématisera, et fera de même avec les formes actuelles de l’art et de l’amour, puis enfin avec l’histoire de la philosophie, de sorte qu’il y ait également une objection à la politique factuelle. Elle « crée » ainsi une nouvelle philosophie qui examine la politique sous l’angle de son réalisme et de sa compréhension de son époque ; cependant, cet effet politique n’est pas son objectif premier, mais son objectif est (comme pour toute philosophie) la cohérence et la compatibilité entre les processus de vérité. Ainsi, une unité possible et limitée dans le temps de la gauche découle de l’unité de la philosophie, même si celle-ci n’existe peut-être pas dans la politique d’alliance factuelle. Il s’agit d’une tentative de sauvetage pendant l’effondrement général, comme un parachute qui amortit l’impact, un peu comme les mouvements politiques auxquels elle se réfère. Mais une chose est claire : elle ne peut et ne doit pas commander, la pratique et son épreuve sont au-dessus de toute théorie et controverse philosophiques et recherchent la cohérence. En fait, la politique réelle enfreint constamment les idées philosophiques, et c’est très bien ainsi. La philosophie ne peut surmonter les obstacles idéologiques qu’en anticipant, afin que la politique puisse évoluer plus librement, et elle est constamment rattrapée par la réalité. Une philosophie matérialiste signifie qu’elle doit constamment s’adapter, et non l’inverse, la politique à la philosophie. La philosophie de gauche est une sorte de sédiment ou de trace laissée par la politique émancipatrice de gauche dans la neige (la pensée générale).
Il convient de souligner que La philosophie liminale n’est pas « la vérité », mais une couche plus profonde, presque illusoire, du contexte d’aveuglement (créé par le capitalisme destructeur et son apparente invincibilité), qui précède immédiatement une action révolutionnaire, par exemple une grève générale mondiale déclenchée par le changement climatique. La philosophie liminale serait, selon les termes de Benjamin, encore un kaléidoscope, dans la mesure où l’impression erronée d’une catastrophe permanente, tout comme son atmosphère générale de morosité sceptique, les processus politiques sur lesquels elle s’appuie sont similaires à la révolte morose de Blanqui. Cela doit être démontré dans le contexte particulier du problème : dans la crise écologique, la conscience humaine ressemble aujourd’hui à un sommeil profond dans une maison en feu : nous comprenons la situation grâce à la raison théorique et scientifique, nous voyons qu’il y avait et qu’il y a des alternatives à l’effondrement, mais nous manquons de pratique, c’est-à-dire que nous ne savons pas encore comment continuer, même si chaque quantum d’activisme aide à ralentir le déclin. En matière de politique queer et de féminisme, nous connaissons la situation et la pratique, mais nous luttons contre une vague infiniment bouillonnante de patriarcat renaissant, constamment relancé par le capitalisme, ce travail ressemble à celui de Sisyphe. Le trumpisme n’est que le visage le plus hideux du fascisme qui déferle aujourd’hui partout, c’est un phénomène général et mondial qui réveille tous les fantômes que l’on croyait disparus. La politique environnementale et la politique de libération de l’amour d’aujourd’hui sont toutes deux le résultat d’un ancrage dans la pensée du XXe siècle, en particulier dans les vérités issues de 68, qui deviennent désormais, dans la vague montante de la pensée régressive, des moments « non négociables » et « hyperpositifs » de la raison active. Les deux – la politique verte, la politique queer comme rempart contre la simple régression – doivent être surmontées d’une manière ou d’une autre, nous devons nous réveiller dans la maison en feu et destituer les maîtres du Tarator qui nous poussent à la corvée, c’est-à-dire l’élite économique, politique et éducative. Badiou est encore « trop éloigné » de notre époque pour adhérer à la critique dialectique, à la négation déterminée qui se rattache à ces idées émergentes. c’est pourquoi la philosophie liminale n’est pas seulement une « correction » et une « mise à l’épreuve » de Badiou et une compréhension de la pensée de notre époque, mais aussi le moyen de se débarrasser réellement de cette échelle intellectuelle dans la réalité et de notre époque morose elle-même. Cela implique également que les nouvelles politiques collectivistes de gauche, que la philosophie liminale met en place et préconise, ont leur finitude, leur aveuglement ou leur caractère temporaire et doivent être surmontées par une critique de la philosophie liminale, mais cela est également inhérent à ce mouvement lui-même, c’est le mythe qui s’y développe et qui conduit finalement à la répulsion. Tenter de coucher la philosophie liminale sur papier, c’est aussi tenter de comprendre les limites, les partialités, mais aussi la nécessité sociopolitique de cette vision du monde dans laquelle s’inscrit la pensée de gauche contemporaine lorsqu’elle écoute attentivement l’époque. Elle est marquée par la peur, la morosité et le découragement, la peur de la masse, tel est notre kaléidoscope. C’est un phénomène caractéristique de notre époque. Il ne peut être changé par le concept, mais seulement par un changement de la situation dans son ensemble.
Comme le montre cet article, la philosophie liminale se compose vraisemblablement de trois parties, qui représentent chacune une « orientation » radicale de gauche, mais qui ne supprime pas encore les rapports de force, ainsi qu’un « grand récit » inachevé débouchant sur le néant, qui nous éloigne du postmodernisme ou du monde sans vérités et montre que nous vivons déjà dans un monde plein de vérités actives (en particulier la gauche mondiale et ses manifestations récentes depuis l’émergence de la nouvelle droite). Ces récits sont « générés » par la philosophie liminale, mais ne sont pas arbitraires. Il s’agit plutôt d’un récit implicite « extrait » des processus politiques de la nouvelle gauche, qui coïncide avec sa constitution à partir de l’histoire passée et sa projection de l’avenir, ou plutôt sa non-projection de l’avenir. Ils sont en même temps les « chemins du sujet » de l’époque actuelle, avec lesquels se constitue la possibilité d’une insurrection, à savoir la « majorité opprimée » en tant que sujet rebelle, ou plutôt : tente d’arrêter son déclin définitif :
- „Penser le Capitalocène“ – sur la relation entre science et politique après le dépassement de l’objectif de 1,5 degré, l’écologie et le capitalisme -> aboutit à un activisme environnemental spécifique et à une social-démocratie combative (conclu, comme un épicycloïde, pour comprendre la philosophie théorique de Badiou et en déterminer la signification pour aujourd’hui). Ici, le sujet rebelle est uni en raison de son éloignement temporel et spatial, ou sa division est suspendue. Le sujet du changement climatique, qui est opprimé et appartient au pouvoir, ce sont les réfugiés climatiques, qui sont justement éloignés de nous dans le temps et dans l’espace, et c’est précisément cet éloignement qui rend possible leur oppression, car ils ne sont pas représentés. La science rapproche ces personnes en montrant les relations de causalité, induisant ainsi un nouveau processus politique.
- Amour et politique – sur la relation entre amour et politique, sur le féminisme, sur la politique queer, sur l’antiracisme après la montée de la nouvelle droite et ses fondements dans le capitalisme (en cours) -> aboutit à un minoritarisme spécifique / une sorte de politique identitaire et de social-démocratie combative (je souhaite approfondir cette question pour mieux comprendre Lacan, Deleuze et Butler, dont j’ai besoin pour ma thèse, si le temps me le permet). Il s’agit de libérer les identités qui ne sont pas représentées par la structure familiale. Ici, le sujet rebelle est unifié en ce qui concerne son oppression interne ou sociale, ou plutôt, son fractionnement est stoppé.
- „Penser le transhumanisme“ – Art et politique – Le transhumanisme dans le contexte capitaliste (projet à long terme, probablement après le doctorat ou l’habilitation. Aucune collecte de matériel n’a encore été effectuée).
EN:
Whilst working on my PhD thesis critiquing Badiou (my Project 3, the central project around which everything else is organised), prompted by certain political shifts and a dramatic escalation in the global political situation under capitalist conditions, a number of philosophical ideas came to me that I could no longer dismiss, and which seemed more true to me than what is generally presented at universities and in the media, across the ideological and political spectrum from right to left. In light of the general shift in the zeitgeist brought about by the pandemic—moving away from ‘anti-authoritarianism’, the foreseeable exceeding of the 1.5-degree target and thus the crossing of climate tipping points, as well as my involvement in the environmental movement, I saw in the accumulated material on Badiou and the history of philosophy the possibility of gaining from Badiou a new understanding of time and the political processes within it that are both urgent and yet only partially true. However, this “new understanding” was only possible through a break and a shift in perspective within the system conceived by Badiou, which I found—precisely through its hypostasis of the values of ’68—to be fundamentally explanatory for the present day; a break that, going beyond environmental issues, seemed to open up two further perspectives (on queer politics/feminism/anti-racism, and transhumanism), as became apparent after the completion of the 1,800-page “Thinking the Capitalocene”, which focused solely on environmental issues. Remaining true to this idea, I present here this by-product of my doctoral thesis, which is intended to be conceived as a project of liminal philosophy. This arose from the material gathered for the doctoral thesis (and particularly from my endless studies during the Corona lockdown), but also serves to deepen an understanding of it and to make such understanding possible in the first place, which is, of course, necessarily time-bound. Anyone reflecting today on science and its relationship to politics cannot ignore how it is being trampled underfoot in the ecological crisis – by politicians, corporations, supposedly ecological philosophers, the left-liberal ideologies of the educated middle classes, Marxists, and finally by Badiou himself, who in his writings regards climate research almost as a kind of bourgeois conspiracy.
This text aims to present the outline, the programme, the sketch of Liminal Philosophy, which is my first major project for understanding our time—drawn from Badiou and directed against Badiou—towards an ontological, specifically Platonic, post-Cohenian Liminal philosophy, through which it is possible to form an – almost true concept of our time, and to highlight a final metaphysical myth, namely that of our time following the certain exceeding of the 1.5-degree target and the rise of the new right, Brexit, Trump and the recent shift in asylum policy, in which today’s political processes are immersed. “Liminal” in the sense of transition or the boundary, firstly because we ourselves are in an era of transition, insofar as our political systems and ideas have all failed in the face of the ecological crisis, and secondly because liminal philosophy is not a proper philosophy (in Badiou’s sense), but rather establishes the failure of previous philosophy, retains a few “remnants” for the defensive and points towards a new one that could only emerge with a new politics. Liminal philosophy is not merely a “product” of Badiou, but at the same time a critique of his conviction that he has fully captured “our time” here – I claim that, purely immanently from his premises, liminal philosophy captures our time better; at the same time, however, I also demonstrate that Badiou (as the hypostasis of ’68, the last great revolution) is indeed the Hegel of our time – it is an actualisation, critique and vindication all in one. The Right, by contrast, is the negation of this: the inertia in opinions, in sensibility, in power structures, and perhaps also in the religion that sustains domination. Liminal philosophy can therefore naturally also be understood as a resolution of the philosophical lines of conflict within the contemporary ‘mosaic left’, that is, the epistemological, normative-political and ideological tensions between environmental, identity and class politics, and as a possible ‘proposal’ for their ideological reformation or an illustration of their recent tendencies. Now that everything is falling apart, particularly in Germany, the land of destructive combustion engines and a collective consciousness obsessed with coming to terms with the past, we are losing a sense of what the Left actually was and is (i.e. what corresponds to the Enlightenment and its politicisation). The general ideology derived from old philosophical ideas merges here with state, private and social infotainment and the loose ideas of the educated middle classes, and must be called into question. Liminal philosophy, alongside and in opposition to Badiou, thus collects the avant-garde responses to the current crisis of the Left / of politics rooted in the Enlightenment—a Left that has never been so weak and yet so necessary in the face of exceeding the 1.5-degree target and the rise of the new Right—and brings them together into a system. This is, of course, merely a philosophical intervention that cannot serve as a political strategy or instruction; the general public to which it appeals lies entirely elsewhere, and is directed against other philosophies, e.g. postmodernism, liberalist critical theory, and the religious trivialisation of Badiou’s legacy by Meillassoux. Even if this effect is intended, philosophy must not succumb to the dangerous tendency of becoming a mere handmaiden of politics or – in Althusser’s terms – of ‘class struggle’, and of currying favour with every possible alliance or political sensibility, mindlessly parroting the views of politics and the workers; that would end in a political disaster. Rather, as Badiou and Althusser say, philosophy must always have other conditions to which it submits – philosophy is independent only as a little slut who gives herself over to and submits to multiple truths, multiple mistresses, namely science, politics, love and art. In concrete terms, this means: Liminal philosophy will take the sciences (mathematics, physics, climate research, biology, gender studies, history, psychoanalysis, etc.) as an equivalent point of reference to politics, grasping and systematising them, and doing the same with contemporary forms of art and love, and finally with the history of philosophy, so that there is also an objection to actual politics. In doing so, it ‘generates’ a new philosophy that examines politics for its realism and its insight into its own time; however, this political effect is not its primary aim, but rather its aim is (as with all philosophy) coherence and compatibility between the processes of truth. Thus, a possible, time-bound unity of the Left follows from the unity of philosophy, even if this unity may not exist at all in actual alliance politics. It is an attempt at rescue amidst the general collapse, like a parachute that cushions the impact, not unlike the political movements to which it refers. Yet one thing is clear: it cannot and should not dictate; practice and its proof stand above any philosophical theory, debate and search for coherence. In fact, real politics constantly violates philosophical ideas, and that is a good thing. Philosophy can only anticipate and overcome ideological hurdles so that politics can move forward more freely, and it is constantly overtaken by reality. To be a materialist philosopher means that she must constantly readjust herself, not the other way round, with politics adapting to philosophy. Left-wing philosophy is a kind of sediment or trace left behind by left-wing, emancipatory politics in the snow (general thinking).
It should be emphasised that: Liminal philosophy is not ‘the truth’, but a deeper layer of the context of delusion (generated by destructive capitalism and its apparent insurmountability) that almost dispels the illusion, and which immediately precedes, for instance, a global general strike triggered by climate change or revolutionary uprising. Liminal philosophy would, in Benjamin’s words, still be a kaleidoscope, insofar as the false impression of a perpetual catastrophe—just as its general mood is one of sceptical gloom—means that the political processes on which it is based are thus similar to the gloomy revolt of Blanqui. This must be demonstrated in the context of individual problems: in the ecological crisis, human consciousness today resembles a sleep paralysis in a burning house: we understand the situation through theoretical, scientific reason; we see that there were and are alternatives to collapse, but we lack the practical know-how—that is, we do not yet know how to proceed, even though every bit of activism helps to slow down the downfall. When it comes to queer politics and feminism, we know the situation and the practical steps, but we are fighting against an endlessly surging wave of resurgent patriarchy, which is constantly being thrown back up by capitalism; this work resembles that of Sisyphus. Trumpism is merely the ugliest face of the fascism now surging everywhere; it is a general and global phenomenon that reawakens all the ghosts we thought were gone. Today’s environmental politics and the politics of the liberation of love are, as activities, both consequences of being stuck in 20th-century thinking, particularly the truths born of ’68, which now, in the rising tide of regressive ideas, are becoming ‘non-negotiable’ and ‘overly positive’ moments of active reason. Both – green politics and queer politics as a bulwark against mere regression – must somehow be overcome; we must awaken in the burning house and depose the lords of the Tarator who drive us into drudgery, namely the economic, political and educational elite. As for dialectical critique, for the specific negation that ties in with these emerging thoughts, Badiou is still “too distant” from our time; therefore, liminal philosophy is not merely a “correction” and “revision” of Badiou and a grasp of the thinking of our time, but also the vehicle for actually ridding ourselves of this intellectual ladder into reality and of our gloomy times themselves. This also implies that the new collectivist left-wing policies which Liminal Philosophy posits and advocates have their own finitude, blindness or temporal limitations and would need to be overcome in a critique of Liminal Philosophy; yet this is also inherent in the movement itself—it is the mythical element that arises within it and eventually leads to repulsion. The attempt to put Liminal Philosophy down on paper is also an attempt to grasp the limits, one-sidedness, but also the socio-political necessity of this worldview into which contemporary left-wing thinking falls when it listens attentively to the spirit of the age. It is characterised by fear, gloom and despondency, the fear of the masses; that is our kaleidoscope. It is a quintessential phenomenon of today. It cannot be changed by the concept alone, but only through a transformation of the situation as a whole.
1. Capitalocene Thinking – on the relationship between science and politics following the exceeding of the 1.5-degree target, ecology and capitalism -> culminates in a specific form of environmental activism and militant social democracy (concluded as an epicycle to understand Badiou’s theoretical philosophy and identify its significance for today). Here, the rebellious subject is united in terms of its temporal and spatial distance, or its division is halted. The subject of climate change, which is oppressed and belongs to power, is the climate refugees, who are precisely for us in temporal and spatial distance; it is precisely this distance that enables the oppression, ensuring that they are not represented. Science brings these people closer by demonstrating the causal relationships, thereby inducing a new political process.
2. Love and Politics – on the relationship between love and politics, on feminism, on queer politics, anti-racism following the rise of the new right and its basis in capitalism (in progress) -> Leads to a specific form of minoritarianism / a kind of identity politics and militant social democracy (I would like to develop this for a deeper understanding of Lacan, Deleuze and Butler, which I need for my PhD, time permitting). The aim is to liberate the identities that are not represented by the family structure.
Here, the rebellious subject is united with regard to its inner or social oppression, or rather, its fragmentation is halted.
3. Thinking transhumanism – art and politics – on transhumanism under capitalist conditions (at a distant stage of planning, likely only after my PhD or postdoctoral qualification. No material has been collected yet).
ES:
Durante la elaboración de mi tesis doctoral sobre la crítica a Badiou (mi proyecto 3, el proyecto central en torno al cual gira todo), impulsado por ciertos cambios políticos y por una dramática agudización de la situación política mundial en el marco de las condiciones capitalistas, se me ocurrieron algunas ideas filosóficas de las que ya no podía desprenderse, y que me parecían más verdaderas que lo que se suele presentar en las universidades y en los medios de comunicación, tanto en el espectro de derecha como en el de izquierda, en las formaciones ideológico-políticas. Ante el cambio general del espíritu de la época provocado por el coronavirus, que se aleja del «antiautoritarismo», el previsible rebasamiento del objetivo de 1,5 grados y, con ello, la ruptura hacia los puntos de inflexión climáticos, así como mi compromiso con el movimiento ecologista, vi en el material acumulado sobre Badiou y la historia de la filosofía la posibilidad de obtener de Badiou una nueva comprensión del tiempo y de los procesos políticos que en él se desarrollan, urgentes y a la vez solo parcialmente verdaderos. Sin embargo, esta «nueva comprensión» solo era posible mediante una ruptura y un cambio de perspectiva en el interior del sistema concebido por Badiou, que yo —precisamente por su hipóstasis de los valores del 68— consideré fundamentalmente explicativo para la época actual; una ruptura que, más allá de la temática medioambiental, parecía abrir otras dos perspectivas (sobre la política queer/el feminismo/el antirracismo y el transhumanismo), tal y como se puso de manifiesto tras la redacción de las 1800 páginas de «Das Kapitalozän denken», que se centraba únicamente en la temática medioambiental. Siguiendo fielmente esta idea, presento aquí este fruto colateral de mi doctorado, que pretende configurarse como un proyecto de filosofía liminal. Este surgió del material recopilado para la tesis doctoral (y, precisamente, de mis interminables estudios durante la cuarentena por la pandemia del coronavirus), pero también, al mismo tiempo, para profundizar en su comprensión y hacerla posible en primer lugar, algo que, precisamente, está necesariamente ligado a la época. Quien hoy reflexione sobre la ciencia y su relación con la política no puede ignorar cómo esta es pisoteada en la crisis ecológica por los políticos, las empresas, los supuestos filósofos ecológicos, las ideologías liberal-izquierdistas de la burguesía ilustrada, los marxistas y, por último, también por el propio Badiou, quien en sus escritos considera la investigación climática casi como una especie de conspiración burguesa.
En el presente texto se pretende presentar el esbozo, el programa, el boceto de la filosofía liminal, que constituye mi primer proyecto principal para comprender nuestro tiempo a partir de Badiou y en contra de Badiou —hacia una filosofía liminal ontológica, específicamente platónica, post-coheniana, con la que es posible formar un —casi verdadero concepto— de nuestra época, y en la que se puede destacar un último mito metafísico, es decir, de nuestra época tras la superación segura del objetivo de 1,5 grados y el auge de la nueva derecha, el Brexit, Trump y el reciente giro en materia de asilo, en los que se han sumergido los procesos políticos actuales. «Liminal» en el sentido de transición o de límite, por un lado 1., porque nos encontramos nosotros mismos en una época de transición, en la medida en que todos nuestros sistemas e ideas políticas han fracasado ante la crisis ecológica; por otro lado 2., porque la filosofía liminal no es una filosofía propiamente dicha (en el sentido de Badiou), sino que constata el fracaso de la filosofía hasta ahora, conserva algunos «restos» a la defensiva y apunta hacia una nueva que solo podría surgir con una nueva política. La filosofía liminal no es solo un «producto» de Badiou, sino al mismo tiempo la crítica de su convicción de que aquí ha captado plenamente «nuestra época»; afirmo que, partiendo de sus propios supuestos de forma puramente inmanente, la filosofía liminal capta mejor nuestra época; al mismo tiempo, sin embargo, demuestro con ello que Badiou (como hipóstasis del 68, la última gran revolución) es de hecho el Hegel de nuestro tiempo: es una actualización, una crítica y una puesta a prueba, todo en uno. La derecha es, por el contrario, la negación de ello, la inercia en las opiniones, la sensualidad, las estructuras de poder, quizá también la religión que mantiene el dominio. Por lo tanto, la filosofía liminal puede, naturalmente, entenderse también como una superación de las líneas de conflicto filosófico de la actual «izquierda mosaica», es decir, de las tensiones epistemológicas, normativas-políticas e ideológicas entre la política medioambiental, de identidad y de clase, y como una posible «propuesta» de su reforma ideológica o una exposición de sus tendencias más recientes. Ahora que todo se desmorona, especialmente en Alemania, el país de los destructivos motores de combustión y de la conciencia de superación del pasado, se pierde el sentido de lo que realmente era y es la izquierda (es decir, lo que corresponde a la Ilustración y su politización). La ideología general derivada de antiguos pensamientos filosóficos se fusiona aquí con el infoentretenimiento estatal, privado y social y con las ideas dispersas de la burguesía culta, y debe ser cuestionada. La filosofía liminal, junto con y en contra de Badiou, recoge así las respuestas vanguardistas a la crisis actual de la izquierda / de la política derivada de la Ilustración, que frente al rebasamiento del objetivo de 1,5 grados y a la nueva derecha nunca ha sido tan débil y nunca ha sido tan necesaria, y nos conduce a un sistema. Por supuesto, se trata solo de una intervención filosófica, que no puede ser una estrategia política ni una instrucción; la generalidad a la que se apela se encuentra en otro lugar y se dirige contra otras filosofías, por ejemplo, el posmodernismo, la teoría crítica liberalista, la banalización religiosa del legado de Badiou por parte de Meillassoux. Aunque este efecto sea intencionado, la filosofía no debe caer en la peligrosa tendencia de convertirse en mera sirvienta de la política o —según Althusser— «de la lucha de clases», y de congraciarse con cualquier alianza o sensibilidad política posible, repitiendo sin distancia la opinión de la política y de los trabajadores; eso acabaría en un desastre de la política. Más bien, la filosofía, como dicen Badiou y Althusser, debe tener siempre otras condiciones a las que se somete: la filosofía solo es independiente en tanto que una mujerzuela que se entrega y se somete a varias verdades, a varias amantes, es decir, a la ciencia, a la política, al amor, al arte. Esto significa concretamente: la filosofía liminal tomará las ciencias (matemáticas, física, investigación climática, biología, estudios de género, historia, psicoanálisis, etc.) como punto de referencia equivalente a la política, las captará y sistematizará, y hará lo mismo con las formas actuales del arte y del amor, y por último con la historia de la filosofía, de modo que también haya una objeción contra la política de hecho. De este modo, «genera» una nueva filosofía que examina la política en cuanto a su realismo y su comprensión de la propia época; sin embargo, este efecto político no es su objetivo principal, sino que su objetivo es (como en toda filosofía) la coherencia y la compatibilidad entre los procesos de verdad. Así pues, de la unidad de la filosofía se deriva una posible unidad de la izquierda, ligada a su tiempo, aunque esta unidad tal vez ni siquiera exista en la política de alianzas de facto. Es un intento de rescate en medio del colapso general, como un paracaídas que amortigua el impacto, no muy diferente de los movimientos políticos a los que se refiere. Pero hay algo claro: no puede ni debe mandar; la práctica y su prueba están por encima de cualquier teoría filosófica, debate y búsqueda de coherencia. De hecho, la política real infringe constantemente las ideas filosóficas, y eso es bueno. La filosofía solo puede superar con visión de futuro los obstáculos ideológicos para que la política pueda moverse con mayor libertad, y la realidad la alcanza constantemente. Ser una filosofía materialista significa que ella debe adaptarse constantemente, y no al revés, que la política se adapte a la filosofía. La filosofía de izquierda es una especie de sedimento o huella que la política de izquierda y emancipadora deja en la nieve (el pensamiento general).
Cabe destacar: La filosofía liminal no es «la verdad», sino una capa más profunda, casi que anula la apariencia, del contexto de engaño (generado por el capitalismo destructivo y su aparente insuperabilidad), que precede inmediatamente, por ejemplo, a una huelga general global desencadenada por el cambio climático, a una acción revolucionaria de rebelión. La filosofía liminal sería, en palabras de Benjamin, un caleidoscopio, en la medida en que la falsa impresión de una catástrofe perpetua, al igual que su estado de ánimo general es el de la melancolía escéptica, los procesos políticos en los que se basa se asemejan así a la melancólica revuelta de Blanqui. Esto hay que demostrarlo en el contexto concreto del problema: en la crisis ecológica, la conciencia humana se asemeja hoy a un estado de letargo en una casa en llamas: comprendemos la situación mediante la razón teórica y científica, vemos que había y hay alternativas al colapso, pero nos falta la práctica, es decir, aún no sabemos cómo seguir adelante, aunque cada pizca de activismo ayude a frenar la catástrofe. En lo que respecta a la política queer y al feminismo, conocemos la situación y la práctica, pero luchamos contra una ola infinitamente creciente del patriarcado resurgente, que el capitalismo no deja de reavivar; este trabajo se asemeja al de Sísifo. El trumpismo no es más que la cara más fea del fascismo que hoy se agita por todas partes; es un fenómeno general y global que resucita todos los fantasmas que se creían desaparecidos. La política medioambiental actual y la política de liberación del amor son, como actividades, ambas consecuencias del anclaje en el pensamiento del siglo XX, en particular de las verdades maduradas en el 68, que ahora, en la ola emergente de ideas regresivas, se convierten en momentos «innegociables» y «sobrepositivos» de la razón activa. Ambas —la política verde, la política queer como baluarte contra la mera recaída— deben superarse de alguna manera; debemos despertar en la casa en llamas y destronar a los señores del Tarator que nos empujan a la servidumbre, es decir, a la élite económica, política y educativa. En cuanto a la crítica dialéctica, a la negación determinada que se vincula a estos pensamientos emergentes, Badiou está aún «demasiado lejos» de nuestro tiempo, por lo que la filosofía liminal no es solo una «corrección» y una «prueba» de Badiou y una captación del pensamiento de nuestro tiempo, sino también el vehículo para deshacernos de hecho de esta escalera intelectual hacia la realidad y de nuestro tiempo sombrío. Esto implica también que las nuevas políticas colectivistas de izquierda que la filosofía liminal establece y defiende tienen su finitud, su ceguera o su carácter temporal, y que deberían superarse en una crítica de la filosofía liminal; pero eso también es inherente al propio movimiento: es lo mítico lo que se cierne sobre él y que, en algún momento, conduce a la repulsión. El intento de plasmar la filosofía liminal en el papel es también el intento de comprender los límites, las parcialidades, pero también la necesidad sociopolítica de esta cosmovisión en la que se ve envuelto el pensamiento de izquierda de la actualidad cuando escucha atentamente a la época. Está marcada por el miedo, la melancolía y el desánimo, el miedo a la masa; ese es nuestro caleidoscopio. Es un fenómeno muy característico de la actualidad. No puede cambiar a través del concepto, sino solo mediante un cambio de la situación en su conjunto.
Como se expone en este artículo, la filosofía liminal consta presumiblemente de tres partes, cada una de las cuales representa una «orientación» de izquierda radical, pero que aún no derrumba las relaciones de poder, así como una «gran narrativa» inconclusa que desemboca en la nada, que nos saca de la posmodernidad o del mundo sin verdades, o bien nos muestra que ya nos encontramos en un mundo lleno de verdades activas (sobre todo la izquierda global y sus manifestaciones más recientes desde el surgimiento de la nueva derecha). Estas historias son «generadas» por la filosofía liminal, pero no son narrativas arbitrarias, sino «extraídas» de los procesos políticos de la nueva izquierda, implícitamente contenidas en ellos, que coinciden con su constitución a partir de la historia hasta ahora y su proyección del futuro, o mejor dicho, su no proyección del futuro. Son al mismo tiempo los «caminos del sujeto» de la época actual, con los que se constituye la posibilidad de insurrección, es decir, la «mayoría oprimida» como sujeto rebelde, o mejor dicho: intenta detener su declive definitivo:
1. El pensamiento del Capitaloceno —sobre la relación entre ciencia y política tras sobrepasar el objetivo de 1,5 grados, ecología y capitalismo— > desemboca en un activismo medioambiental específico y una socialdemocracia combativa (concluido, como un epiciclo, para comprender la filosofía teórica de Badiou y determinar su significado para la actualidad).
Aquí se unifica al sujeto rebelde en cuanto a su lejanía temporal y espacial, o se detiene su división. El sujeto del cambio climático, que es oprimido y pertenece al poder, son los refugiados climáticos, que precisamente se encuentran para nosotros en la lejanía temporal y espacial; es precisamente esta lejanía la que hace posible la opresión, por el hecho de que no están representados. La ciencia acerca a estas personas al demostrar las relaciones causales, induciendo así un nuevo proceso político.
2. Amor y política: sobre la relación entre amor y política, sobre el feminismo, la política queer y el antirracismo tras el auge de la nueva derecha y su base en el capitalismo (en preparación) -> Desemboca en un minoritarismo específico / una especie de política de identidad y socialdemocracia combativa (me gustaría desarrollarlo para una comprensión más profunda de Lacan, Deleuze y Butler, que necesito para el doctorado, siempre que el tiempo lo permita). Se trata de liberar las identidades que no están representadas por la estructura familiar. Aquí se unifica al sujeto rebelde en lo que respecta a su opresión interna o social, o mejor dicho, se detiene su fragmentación.
3. Pensar el transhumanismo —arte y política—: sobre el transhumanismo en condiciones capitalistas (en fase de planificación a largo plazo, probablemente solo después del doctorado o la habilitación. Aún no se ha recopilado material).
